Die Welt versteht nicht den Wahnsinnigen, doch der Wahnsinnige versteht die Welt

 



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Einsamkeit. Bitterkeit. Auswegslosigkeit.

Es zerreißt. Frisst auf von ihnen. Zieht nach unten. Unten ist nur der Grund.

Darunter nur der Abgrund.

Und wenn wir sterben werden wir verbannt in entgegengesetzter Richtung vom Himmel.

Und alles wird schwarz.

Und irgendwo da liege ich und setze Leere mit Verlorensein gleich.

17.5.10 14:38


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Ich trag das Kismet doch jeden Tag wird das Kismet schwerer..
13.5.10 00:37


Du weißt doch, ist mir eine Ehre..
21.4.10 23:47


http://www.youtube.com/watch?v=STHYX_C17vE
15.4.10 20:25


http://www.youtube.com/watch?v=h1l4pDXbkic
3.4.10 16:32


 







.unendlich sein.

1.4.10 22:01


die antwort auf alles und vor allem nach dem wieso, weshalb, warum

am ende steht

der gedanke

den man am anfang hatte

allein

zwischen den zeilen

und tröstet sich

mit versen

biblischen ausmaßens

und fragt sich

wieder und wieder

wie soll das alles enden?

1.4.10 12:03


Kompliziert

Nach dem 39. oder 40. Versuch hatte ich aufgegeben. Sie würde ja doch nicht rangehen. Und je mehr ich mich bemühte, desto vergeblicher erschien mir das alles. Ich ließ mich missmutig in den Sessel fallen, starrte zur Decke. Wenn ich doch wenigstens wüsste was es war. Aber das wäre wohl nicht ihre Art. Die meisten Frauen haben eine Vorliebe dafür die einfachsten Dinge zu verkomplizieren. Gerade deswegen ist es irgendwie verwunderlich, dass es so verhältnismäßig wenige Mathematikerinnen gibt. 

Mit Frauen ist es wie mit Blasenentzündungen: Man ist stets auf der Hut ja nix falsch zu machen und trotzdem geht plötzlich alles in die Hose. Natürlich sollte man vorsichtige damit sein Menschen über einen Kamm zu scheren. Aber bei der Spezies Frau lässt sich in nahezu allen Abteilungen des Wahnsinns eine erstaunliche Deckungsgleichheit feststellen. Ein Team von mittelmäßig bezahlten Wissenschaftlern könnte die umwerfendsten Entdeckungen ans Tageslicht hieven. Aber die katholische Kirche würde das sicher zu verhindern wissen, schließlich würden die Ergebnisse die Homosexuellenquote wahrscheinlich in Rekordschnelle anschwellen lassen. Außerdem wäre sicher kein Forscher so lebensmüde sich einer Horde Frauen auszuliefern.

Ich seufzte und beschloss meine Wut aufs andere Geschlecht in alkoholisierter Form zu kanalisieren. Zum Glück wartete mein Kühlschrank mit genug seelischer Unterstützung auf. Da war er schon immer gut drin. Und trotz all der Seelenklempner die sich schon an mir versucht hatten, Bier war ihnen immer noch haushoch überlegen. Ich wählte noch einmal ihre Nummer, legte jedoch schon beim ersten Tuten auf. Stattdessen rief ich einen alten Bekannten an. Wenn Bier dem Frust nicht mehr Paroli bieten kann braucht es eine stärkere Medizin.

„Hallo?“

„Hey, ich bin’s.“

„Na sieh mal an, was gibt’s?“

„Kannst du mir eine von deinen Mädels rüberschicken? Am besten eine mit vollen Lippen und ordentlichem Vorbau. Irgendwas ganz ordinäres.“

„Selbstverständlich, mein Bester.“

„Danke, ich brauch das jetzt..“

„Aber, sag mal..“

„Ja?“

„Was ist denn mit deiner Perle?“

„Ach….Keine Ahnung und um ehrlich zu sein..ist mir auch grad scheißegal!“

„Tss…Frauen.“

„Ja..Frauen..“

 

Etwa eine Stunde später schellte es an der Haustür. Ich hatte meine Bestellung schon fast vergessen, ließ die Gedanken irgendwo im nirgendwo zappeln und war inzwischen in einem Zustand, in dem es mir eindeutig verboten gewesen wäre eine Herzoperation durchzuführen oder sagen wir mal ohne fremde Hilfe über die Straße zu gehen. Ich schlurfte gurgelnd den Flur runter, er kam mir gerade unendlich vor, als ich mit dem Kopf gegen die Tür knallte. Ich öffnete.

„Hi, ich bin Sally,“ säuselten 170 Zentimeter Fickfleisch mir zu. Ihr Make-Up war übertrieben, zumal es keinen allzu dringenden Grund zu geben schien etwas von ihrem Gesicht darunter zu verstecken. Neonblauer Lidschatten sprang mich an, ihr Augenaufschlag war so sexy, dass er seinen eigenen Platz auf den Catwalks dieser Welt verdient hätte. Mein Blick kletterte an ihrem Körper hinab. Ein voluminöser Arsch und Brüste der Kategorie Wer-braucht-schon-PushUps versuchten sich an geiler Gigantomanie zu übertreffen und ich fürchtete an Ort und Stelle von dieser Übermacht vergewaltigt und geschröpft zu werden. Sie war blond, was eigentlich nicht mein Fall war, aber heute genau das war was ich brauchte. Und obwohl es sein mag, dass meine Erinnerung sie stark stilisiert hat kann ich sagen: sie hatte mich in ihrem Bann bevor ich überhaupt wusste warum mir der Sabber aus dem Mund triefte wie einem unbeaufsichtigten Schlaganfallopfer. Von all den Nutten, die ich schon auf dieser Türschwelle angegeifert hatte, war sie die einzige, die die Beschreibung „schön“ verdient hatte.

Wir gingen ins Wohnzimmer.

„Willste was trinken?,“ fragte ich. Immer höflich, zeige der Hure, dass du sie respektierst und du wirst es nicht bereuen. Ohne ihre Antwort abzuwarten hatte ich schon zwei Gläser mit Whiskey gefüllt. Ich schob ihr eins rüber und erntete ein anerkennendes Lächeln.

„Also..Sally..was machst du so?“ Sie blickte mich verdutzt an. „Also, ähm, du bist ‘ne Nutte – entschuldige, Prostituierte, also das weiß ich natürlich, ist ja klar, aber ähm…also...abseits davon.“ Manchmal kam es vor, dass Nutten mich aus der Fassung brachten. „Wer..ähm bist du?“ Aber, dass ich so nervös war? „Wer..äh ist dein Bruce Banner?“

Sie lachte auf. Hatte sie meinen Batman Vergleich verstanden? Oder amüsierte sie sich über mich?

„Tut mir leid, was man mir erzählt hat scheinst du ein anständiger Kerl zu sein, aber ich sage keinem Kunden meinen echten Namen. Und selbst wenn, woher wüsstest du, dass es wirklich mein richtiger Name ist?“ Sie zwinkerte.

„Oh..nein, so hab ich das auch gar nicht gemeint. Ich meine, was für ein Mensch bist du, wenn du nicht..naja..gewerblich tätig bist.“

Jetzt blickte sie mich ernst an. „Willst du das wirklich wissen?“

„Ja, auf jeden Fall! Du bist so…also ich habe schon viele Nu..Prostituierte kennengelernt, aber du scheinst so…“ Was war denn nur mit mir los? Ich grinste verlegen, ich hoffte, dass es süß wirkte, aber wahrscheinlich erinnerte ich eher an einen geisteskranken Affen, dem ein Blutgefäß im Hirn platzt. Sie legte ihren Kopf schief und schaute in ihr Glas.

„Naja, weißt du, ich bin in diese ganze Sache damals reingeschlittert wie wahrscheinlich die meisten. Ich brauchte dringend das Geld. Ich habe eine kleine Tochter, sie ist jetzt 3, ich war völlig mittellos als ich sie bekommen habe. Ich wollte eigentlich immer zum Theater. Oder noch lieber zum Musical. Tja, das klingt albern, was?“

„Nein, absolut nicht…ich könnte dir ewig zuhören!“

„Das mag sein, aber ficken und zuhören geht nicht, Kleiner. Ich hab in einer Stunde meinen nächsten Termin, also wirst du dich entscheiden müssen.“

„Okay, okay…dann lass uns mal zur Sache kommen.“

„Die Bezahlung?“

„Die-? Äh, ja klar. Hier.“

Sie begann sich auszuziehen. Ich fragte mich, ob es sich lohnen würde muslimischer Selbstmordattentäter zu werden, wenn alle Jungfrauen im Jenseits so aussähen wie Sally. Ich kam allerdings zu dem Schluss, dass keinerlei Gewissheit gegeben wäre, dass dem so ist und verwarf den Gedanken daher wieder. Inzwischen war Sally oben herum schon nackt, nur ein schwarzer BH bemühte sich noch darum ihre sexuelle Verfügbarkeit im Zaum zu halten. Schwarzer BH. Klassisch. In diesem Mädchen vereinten sich alle Werte unserer Gesellschaft nur um sich mit jedem Atemzug selbst zu karikieren. Zwischen diesen Schenkeln wartete Widergeburt, Reinigung, keine Religion der Welt vermochte, dass was sich um diesen Körper abspielte in Schrift zu fassen. Bei vielen Frauen ist es so, dass das Fallenlassen von Kleidungsstücken einhergeht mit Enttäuschung, der durchschnittliche Mann erhofft sich von 90% des weiblichen Körpers mehr als er dann tatsächlich geboten kriegt. Bei Sally kam jeder auf seine Kosten. Zweihundertprozentig. Mehrmals. Sie musterte mich irritiert in ihrer vollständigen Nacktheit, als ich bemerkte, dass ich noch komplett bekleidet da stand.

„Na, was ist? Soll ich dir helfen?“, fragte sie mit gedämpfter, unglaublich erotischer Stimme.

„Äh, nein, nein, ich bin sofort soweit,“ antwortete ich haspelnd auf die Frage auf die jeder normal denkende Mann „Jaaa, OH GOTT, JA! Hilf mir, Sally, hilf mir für den Rest meines Lebens aus den Hosen, hilf mir mit meiner Lust, hilf mir, meinetwegen auch bei der Steuererklärung!!“ gebrüllt hätte.

Ich schämte mich wie ein kleiner Junge für meinen eigenen Körper. Da Sally, Perfektion des femininen Organismus‘, hier ich, schmächtig, blass, menschliches Pappmaché mit Gänsehaut und debilem Grinsen. Und einem Riesenständer. Ich kam mir vor wie ein lüsterner Perverser, völlig bloßgestellt, sie wusste ich wollte nur das eine und ich konnte nichts verleugnen. Ich bettete sie so gut es mit diesen zittrigen Fingern ging auf mein Sofa, beugte mich über sie und begann ihren Körper entlangzutasten. Wohl eher zu tattern.

„Hast du nicht was vergessen?“, fragten ihre vergötternswerten Lippen mich. Sie zauberte von irgendwo eine Kondompackung hervor und riss sie mit ihren Zähnen, so rein und weiß wie kolumbianisches Kokain, auf. So wie man das eigentlich nur aus dem Film kennt. Ich spürte ihre Hände in meiner Lendengegend und das Latex um meinen treusten Wegbegleiter gleiten. Ich kam mir vor wie bei meinem ersten Mal. Total unbeholfen und mit der Angst konfrontiert ihr nicht zu gefallen, zu versagen, den Ansprüchen nicht zu genügen. Aber das konnte und sollte mir doch völlig egal sein. Dafür gab es doch Nutten. „Sie ist nur eine Nutte,“ sagte ich mir selbst. „Nur eine Nutte.“ Ich küsste sie auf ihren Mund, diesen perfekten Mund, und versuchte ihre perfekte Zunge zu umarmen. Sie drückte meinen Kopf fort.

„Hey, Küssen ist nicht!“

„Oh, tut mir leid, ich..ich hab’n bisschen was getrunken..kommt nicht wieder vor.“

Ich drang in sie ein. Ihr Körper war ein Hort der Freude und des Glücks. So muss Jesus sich gefühlt haben, als er wieder in den Himmel zurückging. Riesige Wellen spülten mich zwischen ihren Schenkeln umher, verschlangen mich nahezu, ließen mich zwischenzeitlich auftauchen und in ihr Gesicht blicken. In ihre Augen, die versuchten den meinen auszuweichen, diese Augen die tiefer gingen als je ein Schwanz stoßen könnte. Sie stöhnte und leierte ihren üblichen Text herunter, doch in diesem Moment meinte ich wahrzunehmen, dass das alles nicht nur Illusion war, nicht bloß guter Kundenservice. Ich fühlte als würde ich die Spitze des Mount Everest erreichen, als würde ich mit den Sternen tanzen, als wüsste ich die Antwort auf die Frage des Lebens. Kurzzeitige Teilhabe an der Perfektion, Sally, Sally, S-A-L-L-Y!

„Ich liebe dich!!“

Wieder presste ich meine Lippen auf die ihren, versuchte sie zu küssen. Sie stieß mich weg.

„Du hast es schon wieder getan! Jetzt reicht’s, raus!“, schimpfte sie.

„Aber ich hab doch nur..“

„Ich hab dir gesagt du sollst mich nicht küssen!“ Sie stand auf und stampfte wütend zu ihren Klamotten.

„Jetzt mach mal halblang,“ sagte ich „wo ist denn eigentlich dein Problem? Wenn es jemanden von uns stören sollte geküsst zu werden, dann wäre das ich! Ich mein ich will gar nicht wissen wo du mit diesen Lippen schon alles warst!“

„Das geht dich auch einen Scheißdreck an!“ Sie klaubte ihre Sachen auf und zog sich in Windeseile an.

„Ich mein wie viele Freier küssen dich schon?“

„Oh ja ich sollte so froh sein! Und deine komische Fragerei, ich wusste, dass was mit dir nicht stimmt!“

„Hey, jetzt warte doch mal, das, das ist doch kein Grund so’n Terz zu machen. Ich mag dich, wirklich, du bist so..so.. ich hab noch keine Nutte getroffen, die..“

„Und hör auf Nutte zu sagen! Und überhaupt, vielleicht solltest du mal weniger trinken, du kannst ja kaum noch richtig sprechen!“ Sie marschierte zur Tür.

„Ich..ich bin doch nur..weil..du bist so…so schön!“ Die Tür fiel ins Schloss. Es kam mir vor als wäre das alles innerhalb einer Millisekunde passiert.

Da saß ich also. Allein und guckte meinem besten Stück beim Schrumpfen zu. Und mit ihm schrumpften meine Hoffnungen, dass noch irgendetwas auf dieser Welt zu retten war. Und dass es überhaupt etwas auf der Welt gäbe, das die Rettung wert wäre. Und irgendwo auf der Welt wurde gerade ein 9jähriger Kindersoldat von einem Schrappnellgeschoss aus der Wiege seiner Jugend ohne Umwege ins Jenseits gefetzt und irgendwo auf der Welt stellte ein TV Produzent sein neuestes Format zum Versuch der Unterbietung gängiger Maximaldummheit vor. Und ich zündete mir eine Zigarette an und wählte zum 42. Mal an diesem Abend ihre Nummer.


  

31.3.10 22:33


Und gerade..

 

als ich zu der Ahnung

von Glück gelange..


..



..erschlagen mich


Sonnenstrahlen.

 

 

 

 

 

18.3.10 20:07


mein kopf fühlt sich so leer an ohne dich..
15.3.10 21:45


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